Zukunft der FM-Dienstleistungen in Deutschland 2020

In weniger als einem Jahrzehnt wird der Begriff Facility Management eine andere Bedeutung haben. Mit neuen Kundengruppen wie Entrepreneuren, industriellen IT-Unternehmen sowie Privathaushalten steigt der Stellenwert dieses Marktsektors enorm an. Verstärkt übernehmen FM-Dienstleistungsunternehmen künftig Gewährleistungen und arbeiten mit Wartungs- und Reinigungs-Robotern. Dies hat auch Auswirkungen auf die Personalstrategie – sowohl beim Dienstleister als auch beim Kunden.
 
Das sind Ergebnisauszüge aus der Lünendonk-Studie 2011 „Zukunft der Facility-Management-Dienstleistungen in Deutschland 2020“, die das Marktforschungsunternehmen Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, in Kooperation mit der FutureManagementGroup AG (FMG), Eltville, erstmals auflegte. Der Berichtsband kann ab sofort bei der Lünendonk GmbH bezogen werden.
 
„Nicht nur getrieben durch die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise ist die Frage nach der Zukunft, ihren Entwicklungen, Chancen und potentiellen Überraschungen für FM-Dienstleister immer wichtiger geworden“, erläutert Dr. Pero Mićić, Vorstandsvorsitzender der FutureManagement-Group. „Der deutsche Facility-Management-Markt geht von einem Wachstumsfeld in einen gesättigten Markt über. Als Folgen sind Marktkonsolidierung und Preisdruck zu beobachten. Erste Ansätze können heute schon beobachtet werden.“
 
Die neue Zukunftsstudie beschreibt nicht nur mögliche Entwicklungen im FM bis zum Jahr 2020, sondern zeigt auch Handlungsoptionen für die heterogenen Anbietertypen auf. „Anhand der wahrscheinlichen Zukunftsszenarien bieten wir sowohl Anbietern als auch Nutzern von FM-Dienstleistungen mit der Zukunftsstudie eine Grundlage, ihre eigene Sichtweise und Strategie hinsichtlich des aktuellen und künftigen Handelns zu überprüfen“, sagt Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH und Autor der Studie.
So fordert nach Einschätzung der für die Zukunftsstudie befragten Marktteilnehmer und Experten im Jahr 2020 etwa ein Drittel der Kunden, dass Facility Management ihre spezifische Unternehmensstrategie unterstützt. Daher erwartet der Kunde vom beauftragten Dienstleister künftig auch hohes Verständnis für seine individuelle Unternehmensstrategie und entsprechendes Handeln im Rahmen des Leistungsspektrums. Dies hat auch Auswirkungen auf das Berufsbild.
 
Service-Roboter übernehmen komplexe Aufgaben
Im Jahr 2020 müssen sich die Dienstleister auch mit Fortschritten in der Robotik und der künstlichen Intelligenz auseinandersetzen. Die Entwicklung wird dazu führen, dass Service-Roboter komplexe Aufgaben übernehmen. Damit erhalten FM-Unternehmen nicht nur neuen Wettbewerb durch Roboter-Hersteller, sondern auch eine andere Personalstruktur. Gerade in Einkaufszentren, im öffentlichen Raum und in Privathaushalten kommen Service-Roboter zunächst zum Einsatz – später auch in anderen Branchen. Auch wartungsfreie Anlagen werden Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten der FM-Anbieter beeinflussen. Werkstoff-Innovationen und Fortschritte in der Nanotechnologie haben dazu geführt, dass ein großer Teil der in Gebäuden und Maschinen eingesetzten Materialien nicht mehr oder kaum gewartet werden müssen.
 
Neue Kundengruppen für den Facility Manager
Durch den Trend zum flexiblen Arbeiten in vernetzten Projekten wird die Anzahl an selbstständigen Unternehmern steigen. Entrepreneure und Lebensunternehmen benötigen geeignete Arbeitsumgebungen, die sie von FM-Dienstleistern zur Verfügung gestellt bekommen – zum Beispiel durch Coworking Spaces, Existenzgründer-Zentren oder Meeting-Räume.
Zudem wird sich im Jahr 2020 der private Haushalt als attraktiver Nischenmarkt etablieren.
 
 
Mehr Infomationen
Die umfassende Lünendonk-Studie „Zukunft der Facility-Management-Dienstleistungen in Deutschland 2020“ wurde in Kooperation zwischen der Lünendonk GmbH und der FutureManagementGroup AG realisiert, die mit ihrem „Eltviller Modell“ einen internationalen Standard im Zukunftsmanagement gesetzt hat.
Sie ist ab sofort unter www.luenendonk.de erhältlich.

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